Aquascaping Tree

 

Beim Aquascaping ist eine Landschaft unser Hauptziel. Eine der beliebtesten Aquscapinglandschaften sind die mit einem oder mehreren Bäumen. Egal, ob ein kleiner Wald, eine Baumgruppe oder ein einzelner Baum als Solitärpunkt, Unterwasserbäume sind ein echtes Highlight in einem Aquarium. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Varianten von Aquascapingbäumen. Bäume geben dem Layout das richtigen Flair und die Landschaften wirken realer und lebendiger. Doch wie bekommt man einen richtigen Unterwasserbaum hin und was sollte man dabei beachten? Die erste Frage, die man sich oft stellt, ist, woher bekomme ich so einen Baum und welches Holz ist dafür geeignet? An Holz ist eigentlich jedes typische Aquarienholz möglich, und wenn man etwas Glück hat, findet man eine Wurzel, die baumähnlich aussieht, Ich selbst verwende die ADM Trees, die ich auf den Markt gebracht habe. Es sind naturgewachsene Teehölzer, die für einen Unterwasserbaum perfekt sind. Der einzige Nachteil ist, dass es keine kleinen Teebäume gibt und mit 50 cm bis 60 cm Höhe ist der Teebaum etwas für richtig große Aquarien. Gelegentlich verwende ich auch Scaping Trees aus echter Handarbeit, die leider sehr schwer zu bekommen sind. Oft werde ich gefragt, ob man nicht echte tote Bonsaibäume verwenden kann. Natürlich sind diese Bonsaibäume auch hierfür geeignet, jedoch müssen sie zu 100 % ausgetrocknet sein, da es sonst zu einem Schimmelbefall kommt. Der Nachteil ist, dass sich diese Hölzer nicht sehr lange im Aquarium halten und sich nach und nach zersetzen. Das Holz eines echten Bonsais ist nicht hart und widerstandsfähig genug für eine lange Wässerung. Es gibt auch einige Naturdekozweige, die als kleine Baumimitierung taugen würden, aber auch diese sind nicht für eine lange Zeit geeignet.

 

Wenn man sich dann für ein Exemplar bzw. Baum entschieden hat, muss man erst dafür sorgen, dass der Baum/Wurzel wassertauglich ist und auch untergeht. Dafür wird der Baum gründlich gewässert und falls er nicht unter Wasser bleiben sollte, hilft entweder die ältere Auskochtechnik, wobei das Holz in kochendes Wasser gelegt wird, um die Luft aus den Holzporen zu entlassen. Ich empfehle immer einen Stein oder eine Steinplatte mit Aquariumsilikon an das Holzstück zu kleben, denn das klappt immer.

 

Aber bevor wir den Baum ins Wasser tauchen, sollten wir uns mit der Bepflanzung beschäftigen. Welche Pflanzen sind geeignet und wie muss man sie befestigen? Grundsätzlich sind alle Pflanzen geeignet, die man aufbinden/aufkleben kann. Wichtig ist, dass es Pflanzen sind, die festwachsen können und nicht verfaulen, wenn die Wurzeln nicht im Boden sind. Möglich zur Bepflanzung eines Aquascapingbaumes sind alle Aquarienmoossorten, alle Anubiassorten (besonders kleinere Sorten „Anubias Bonsai“), Pogostemon helferi, Bucephalandrasorten, Hygrophila pinnatifida und viele mehr. Auch einige Stängelpflanzen sind für die Bepflanzung der Baumkrone ideal.

 

Wenn man sich für eine Wasserpflanze entschieden hat, kommt es zur Befestigung der Pflanze. Man hat entweder die Möglichkeit, die Pflanze aufzubinden oder aufzukleben. Ich empfehle die Klebevariante, weil dies einfacher und schneller geht. Das Aufbinden hat den Nachteil, dass kleine Äste nur schwer aufzubinden sind. Ich selbst klebe ausschließlich alle Pflanzen mit dem ADM Scaping Glue, der nach wenigen Sekunden hält, sich nach einer gewissen Zeit im Wasser abbaut und nicht schädlich für Tiere und Pflanzen ist. Der ADM Scaping Glue ist bereits in einigen Geschäften erhältlich und ansonsten auf allen Veranstaltungen, die ich rund um das Thema Aquarium abhalte, zu bekommen. Draht ist als Variante der Befestigung ein NoGo, da er selbst dann, wenn er mit einer Gummischicht versehen ist, rostet oder Schadstoffe abgibt.

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